Monatsspruch
„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Johannes 15,13 Liebe Geschwister, liebe Freunde, der Monatsspruch stammt aus der zweiten Abschieds- und Trauerrede, die Jesus vor seiner Gefangen- nahme, Verurteilung und Hinrichtung an seine Jünger, seine „Freun- de“ richtete. Sie bildet die wohl schwerwiegendste Aussage, die wir in der Heiligen Schrift zum Thema „Liebe“ finden. Der Text folgt auf den Vers: „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe“ (Vers 12). In der Vorahnung auf sein Geschick beschreibt Jesus dann die größte Form der Liebe darin, dass der Liebende bereit ist, sein Leben für seine Freunde hinzugeben. Darauf folgt die Erläuterung: „Meine Freunde seid ihr in dem Maß, in dem ihr das tut: Liebe weiter- geben“ (Vers 14 nach Jörg Zink.) Wir bekennen, dass Jesu Hingabe zum Opfertod wurde, zur Erlösung der Gläubigen von Schuld, Last und Not, für die „Freunde“, die die Liebe weitergeben, für die, die aus Dankbarkeit für Jesu Hingabe in Demut bestrebt sind, nach seinen Geboten der Liebe zu leben und zu handeln. So gab es schon bisher viele Menschen, die Jesu Vorbild folg- ten: Viele, die durch ihren persönlichen Einsatz z.B. kriegerische Kämpfe abkürzten, solche, die sich bei Unglücken selbst hingaben, um andere zu retten, solche, die sich im Austausch für andere zum Opfer- tod meldeten. Mit dem Thema „Hingabe für andere“ befassen sich vie- le Künstler. Zu denken ist auch an solche Menschen, die auf ein selbst gestaltetes, freies Dasein verzichten, um ihr Leben liebevoll ganz in die Pflege eines „anderen“ hinzugeben, - das Selbst zu opfern: Hingabe – das größte Liebesgebot! Herzlich grüßt Wolfgang Schultz