Ein Schlüsselwort für alle nach Deutschland und auch zu unserer Gemeinde kommenden Brüder und Schwester aus rußlanddeutschen Familien. Ein Programmwort, das einen sehr intensiven und lebenswichtigen Prozeß beschreibt.
Integration bedeutet: Sprache lernen, Kurse machen, Arbeit finden, Menschen begegnen, Kontakte aufnehmen. Dabei ist besonders wichtig, wenn der Integrationsprozess bereits ab Anfang mit dem Gotteswort beginnt - so wie bei uns in der Berliner Mennoniten Gemeinde. Das Gotteswort gibt den Neulingen die richtige Einstellung, und die Gemeinde leistet eine große moralische und praktische Unterstützung im neuen alltäglichen Leben.
Für alle Gemeindemitglieder, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit der Integrationsarbeit beschäftigen, gilt ein dreisames Motto: geteilte Sorgen, ausführliche Beratung, direkte Hilfe. Für die Integrationsberatung und praktische Hilfe ist Ardi Schellenberg verantwortlich. Einige Beispiele zeigen, wie diese Arbeit in der Gemeinde abläuft.
Alex(11) möchte sein Fahrrad innovativ reparieren, braucht ein Paar originelle Teile. Sergej(17) und Julia(13) haben Schwierigkeiten mit den Matheschulaufgaben. Alma(78) sucht die erste Wohnung, dann möchte sie einen Schrank instalieren. Willi(44) hat Probleme mit den Behörden, die zu ihm unverständliche Briefe schicken. Irina(30) kriegt ein Umschulungsangebot und bittet um eine Konsultation. Boris(56) macht ein Patent, schreibt einen wissenschaftlichen Artikel und hat einige Fragen.
In allen diesen Fällen ist Ardi Schellenberg bereit zu helfen: Maschinenbauingenieur vom Beruf, ein bisschen Mathematiker, ehemaliger Patentexperte, der auch was vom Handwerk versteht, außerdem schon acht Jahre in der Gemeinde - Ardi stellt sich immer zur Verfügung, wenn es zu solchen und anderen praktischen Situationen kommt. Auch die Hausbescuhe macht Ardi gern, also - leistet einen Teil von der Diakoniearbeit.